PIM für E-Commerce: Wie bessere Produktdaten Ihre Conversion steigern

Von

Jan Kittelberger

Lesedauer: 4 Minuten

Wenn Traffic da ist, aber der Umsatz hinterherhinkt

Viele E-Commerce-Teams investieren erhebliche Budgets in SEO, SEA, Social Ads und Kampagnen. Die Folge: Besucherzahlen steigen. Doch wenn die Produktdetailseiten nicht überzeugen, bleiben Conversionrate und Umsatz hinter den Erwartungen zurück.

Die Erfahrung zeigt: Einer der größten Hebel liegt nicht in noch mehr Traffic, sondern in besseren Produktdaten. Genau hier setzt ein PIM-System an.

Typische Symptome schwacher Produktdaten im Shop

Unvollständige Produktinformationen

Artikel mit wenigen, generischen Daten (z.B. nur Titel und eine knappe Beschreibung) wirken austauschbar und beantworten die Fragen der Nutzer nicht.

Schlechte Filter- und Suchergebnisse

Wenn wichtige Attribute fehlen oder uneinheitlich gepflegt sind, funktionieren Filter, Facettennavigation und interne Suche schlecht. Kunden finden nicht, was eigentlich vorhanden ist.

Falsche oder uneinheitliche Angaben

Unterschiedliche Maßeinheiten, widersprüchliche technische Angaben oder veraltete Produktinfos führen zu Vertrauensverlust und im Zweifel zu Retouren.

Wie PIM die Produktdetailseite stärkt

Ein PIM-System ist die Datenbasis für überzeugende Produktdetailseiten:

  • Vollständige, strukturierte Attribute ermöglichen präzise Filter und Vergleiche
  • Mehrere Bilder, ggf. Videos und Dokumente je Produkt werden zentral verwaltet
  • Mehrsprachige Inhalte können gezielt je Markt ausgespielt werden
  • Konsistente Informationen über Shop, Marktplätze und andere Kanäle stärken das Vertrauen

Konkrete Hebel für Conversion und Umsatz

1. Bessere Produktdaten = bessere Entscheidungsgrundlage

Käufer im B2B wie im B2C wollen verstehen, ob ein Produkt zu ihrem Einsatzzweck passt. Je klarer und vollständiger die Informationen, desto geringer die Unsicherheit – und desto höher die Kaufwahrscheinlichkeit.

2. Strukturierte Daten = bessere SEO

Suchmaschinen bewerten nicht nur Texte, sondern auch Struktur und Vollständigkeit von Produktdaten. Saubere Titel, Beschreibungen, Attribute und strukturierte Daten (Schema.org) verbessern die Sichtbarkeit.

3. Konsistenz über Kanäle = weniger Retouren

Wenn Kunde A im Webshop andere Angaben sieht als Kunde B im PDF-Datenblatt oder auf einem Marktplatz, sind Missverständnisse vorprogrammiert. Ein PIM sorgt dafür, dass alle Kanäle aus derselben Datenquelle versorgt werden.

Beispiel: E-Commerce-Shop nach PIM-Einführung

Ein typischer Case aus dem B2B-E-Commerce:

  • Vorher: Produktdaten lagen verstreut in ERP, Excel und CMS. Produktdetailseiten waren uneinheitlich, Filter funktionierten nur eingeschränkt.
  • Nach PIM: Alle Produktdaten wurden zentralisiert, Attribute vereinheitlicht und um fehlende Informationen ergänzt. Der Shop wurde direkt an das PIM angebunden.
  • Ergebnis: Mehr filterbare Produkte, höhere Conversion auf Produktdetailseiten, weniger Rückfragen im Vertrieb und eine messbare Reduktion von Retouren.

Fazit

PIM und E-Commerce gehören zusammen. Während der Shop die Oberfläche ist, an der Ihre Kunden entscheiden, liefert das PIM die Inhalte, auf denen diese Entscheidung basiert. Wer beides zusammendenkt, holt deutlich mehr aus seinem Traffic heraus – und spart gleichzeitig Zeit und Kosten in der Datenpflege.